Zweihaus für Fachleute
Für Beratungsstellen, Mediation, Jugendämter und alle, die getrennte Eltern begleiten. Hier steht ehrlich, was Zweihaus macht und was nicht.
Zweihaus ist in Gründung und noch im Test. Fragen beantworten wir gern per E-Mail oder über das Kontaktformular.
Was Zweihaus ist
Eine App, in der getrennte Eltern den Alltag ihres Kindes organisieren: Kalender mit Umgangsmodell, Übergaben, Ferien und Tausch; Kostenbuch für Ausgaben des Kindes; Kinderinfos wie Schule, Kontakte, Packliste und Notfallkarte; ein Chat. Grundregel: Was eine Vereinbarung ist, gilt erst, wenn beide Eltern bestätigt haben. Bis dahin gilt der vereinbarte Plan.
Was Zweihaus nicht ist
- Keine Beratung, keine Mediation, keine Rechtsberatung. Die App enthält eine Liste von Beratungsstellen und verweist dorthin.
- Kein Beweisarchiv. Keine „gerichtsfesten Berichte“, keine Lesebestätigungen, keine Statistik über Absagen, keine Zählung pro Elternteil, keine Bewertung von Eltern.
- Kein Unterhaltsrechner. Keine Unterhaltstabelle, keine Berechnung, keine Fälligkeitsmahnung. Die Unterhaltsübersicht gleicht nur Zahlungen mit einem Betrag ab, den beide bestätigt haben.
- Nicht für Gewalt oder Kontaktverbot. Bei Gewalt, Bedrohung oder einem Kontaktverbot ist eine gemeinsame App der falsche Weg. Die Website nennt dafür das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (116 016) und das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ (0800 123 99 00). Die App ist kein Notfallkanal und sagt das.
Was gespeichert wird und wer was sieht
- Beide Eltern sehen dasselbe. Es gibt keine privaten Notizen über den anderen Elternteil und keine Einträge, die nur einer sieht (außer eigenen Einstellungen und Entwürfen).
- Gespeichert wird, was die Eltern eintragen: Termine, Umgangsmodell, Tausch- und Änderungsvorschläge, Ausgaben mit Belegfotos, Ausgleichszahlungen, Chat-Nachrichten mit Anhängen, Kinderinfos und Dokumente.
- Gesundheitsdaten (Allergien, Ärzte, Medikamente) bleiben gesperrt, bis beide Eltern zugestimmt haben. Löschen geht nur, wenn beide zustimmen; einer allein kann die Zustimmung widerrufen, dann sind die Felder wieder gesperrt.
- Adressen und Telefonnummern der Eltern sieht der andere nur, wenn man sie selbst freigibt.
- Das Kind sieht mit eigenem Zugang nur Bestätigtes: Kalender, Packliste, kindgerechte Kinderinfos. Nie Chat, Tausch, Absagen, Kosten oder Unterhalt. Wünsche des Kindes gehen immer an beide Eltern gleichzeitig.
- Mitteilungen per Mail oder Push nennen nur Art, Name und Datum, nie Inhalte. Es heißt nie „gelesen“ oder „zugestellt“, nur „Benachrichtigung versandt am“.
- Der Betreiber sieht keine Inhalte, nur Zahlen und Status.
Was gespeichert bleibt
- Chat: Eine Nachricht lässt sich nur in den ersten Sekunden nach dem Senden zurückholen (die Familie stellt das ein, Standard 30 Sekunden). Danach ist sie unveränderbar und bleibt im Verlauf.
- Abgelehnte Vorschläge (Tausch, Ausgaben, Modellwechsel) bleiben am jeweiligen Eintrag sichtbar, mit Grund, Name und Datum. Es gibt keinen Gesamtverlauf und keine Auswertung darüber.
- Absagen bleiben am einzelnen Termin sichtbar, mit freiem Grund, und lassen sich nicht löschen.
- Belege bleiben an der Ausgabe. Jede Änderung am Saldo steht mit Datum im Verlauf.
Exportieren und löschen
- Jeder Elternteil kann alle Daten jederzeit selbst exportieren, als CSV und als PDF, mit Vorschau.
- Jeder kann sein Konto allein löschen (7 Tage Bedenkzeit). Gemeinsame Einträge bleiben für den anderen Elternteil sichtbar und exportierbar; der Name wird durch „ehemaliger Elternteil“ ersetzt.
- Daten des Kindes werden spätestens mit der Volljährigkeit gelöscht.
Fachpersonen-Zugang
Eltern können einer Fachperson (zum Beispiel einer Mediatorin, einer Beratungsstelle oder einer Anwältin) einen Lesezugang geben. Er entsteht nur, wenn beide Eltern zustimmen, ist kostenlos und zeigt nur die Bereiche, die beide freigeben (Kalender, Kinderinfos, Kostenbuch, Unterhalt, Nachrichten, jeweils einzeln). Gesundheitsdaten nur, wenn die Eltern sie ohnehin beide freigegeben haben. Jede Änderung braucht beide; beenden kann jeder Elternteil allein, sofort. Niemand muss den Zugang nutzen.
Kosten und wer zahlt
Kalender, Chat und Kinderinfos sind kostenlos, ebenso Gast-, Kind- und Fachpersonen-Zugang, Export und Löschen. Kostenbuch und Unterhaltsübersicht gehören zum Familienplan: 3,99 € im Monat (monatlich kündbar) oder 39 € im Jahr ohne automatische Verlängerung, vorher 30 Tage Probemonat ohne Zahlungsdaten. Den Jahresplan zahlt einer allein oder beide teilen ihn; der geteilte Preis startet erst, wenn beide gezahlt haben. Wer eingeladen wurde, muss nie zahlen. Die Preise gelten ab dem Start.
Was Zweihaus heute noch nicht kann
- Bei mehreren Kindern hat das erste Kind das Umgangsmodell; ein eigenes Modell je Kind gibt es noch nicht.
- Keine Apps im App Store oder bei Google Play, nur im Browser (auf Wunsch auf dem Home-Bildschirm).
- Ohne Internet lassen sich Kalender und Kinderinfos lesen, Nachrichten nicht; schreiben und bestätigen geht nur mit Verbindung.
- Nur auf Deutsch; Einladungen gibt es in mehreren Sprachen.
- Keine SMS-Mitteilungen, nur E-Mail und Push.
- Die KI für „Sachlicher formulieren“ läuft im Testbetrieb in einem kostenlosen Tarif, in dem der Anbieter Anfragen zum Verbessern nutzen darf. Die App sagt das vor dem ersten Tippen.
Datenschutz in einfachen Worten
- Supabase (Rechenzentrum in Frankfurt am Main): Datenbank, Anmeldung, Dateien. Hier liegen alle Familiendaten.
- Cloudflare: liefert Website und App aus, leitet E-Mails an @zweihaus.com weiter, zählt Besuche auf der Website ohne Cookies und bewahrt die nächtliche, verschlüsselte Sicherung in der EU auf.
- Google (Gmail): verschickt die Mitteilungs-Mails der App; dort landen auch Mails an @zweihaus.com.
- Mistral AI (Frankreich): nur auf Klick, nur die eine Nachricht oder das eine Belegfoto, nie Kinderdaten.
- Stripe (Irland): Zahlung des Familienplans, noch im Testmodus.
- GitHub: führt die nächtliche Sicherung aus; die Daten werden dort sofort verschlüsselt.
- Resend: nur für persönliche Antworten des Betreibers per E-Mail.
Keine Werbung, keine Weitergabe, keine Besucherzählung in der App. Die vollständige Datenschutzerklärung ist noch ein Entwurf und wird vor dem Start anwaltlich geprüft.
Ansehen
Wir schicken Fachstellen auf Wunsch einen persönlichen Link zu einer Vorführung: eine erfundene Beispiel-Familie, ohne Anmeldung, in der nichts echt ist und nichts verschickt wird. Schreib uns über das Kontaktformular. Für Eltern, die schon eingeladen sind: Anmelden.